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Behinger sind die Bösen! Die klauen doch nur… Mag sein, aber sie klauen gut!!! – Zumindest im Fall der Rotary Machine, die in einem (dennoch robust wirkenden) Plastik-Gehäuse daherkommt.

Die Regelmöglichkeiten entsprechend dabei zu 100% der Roto-Machine von Line6; insofern ging ich immer davon aus, es handele sich um dasselbe Gerät, nur in billigerem Gewand. Stimmt aber nicht: Trotz Geschwindigkeitsrwegelung für Slow wie Fast, einem Drive-Regler sowie dem Blend-Poti , den beiden Schiebereglern für Ramping Fast/Mid/Slow und Emulation eines 145-, L16- oder 122-Leslies klingt das Behringer-Produkt anders, und das ist gut so:

Dort, wo das Line6-Pendant wummert und mulmt, trumpft das RM600 zwar mittig, aber eben nicht mulmig auf; einfach ein schöner Hammond-Gitarren-Ton! Zwar ist auch hier die L16-Einstellung so dumpf, daß ich sie als unbrauchbar empfinde, aber die anderen beiden können sich wahrlich hören lassen. Und habe ich mich beim Line6-Teil letzten Endes für die 145-Einstellung entschieden, ist es hier her das 122-Modell, welches mir einen Tick besser gefällt.

Durch Gedrückthalten des Pedals welchselt man zwischen den beiden Geschwindigkeiten; das ist beim teuren Zwilling besser gelöst, aber auch hier zu managen; über das leise, dumpe Plöpp beim Ausschalten sollte man sich nicht ärgern, stört es doch nicht wirklich.

Klanglich also wirklich gut; wo man nörgeln könnte: Bisweilen blinkt die blau/rote LED auch im angeschalteten Zustand kurz dreimal auf; was das soll, entzieht sich Kenntnis wie Verständnis, ist aber nicht weiter schlimm (hoffe ich…). Weiterhin ist mir das Ding von schnell nach langsam was zu flink, selbst in Slow-Setting, was aber auch kein wirklicher Makel, sondern eher Geschmackssache ist, außerdem wirkt die langsame Modulation einen Tick zu “eckig-kantig” in meinen Ohren, was aber nur bei ausklingenden Akkorden und/oder Tönen auffallen kan und selbst dort nicht muß.

Fazit: Relatives PLV-Monster, absolut betrachtet gibt es Gerät, die man, je nach Geschmack, als besser einstufen mag – die dann aber auch eine ganze Menge mehr Geld kosten! Will sagen: Ich bin begeistert, was ich hier für nicht mal 40€ bekommen habe; macht Lust auf mehr Pedale von Behringer! Und wenn sie nicht zerbrochen ist, dann dreht sie sich noch heute…

The Wiggler – klingt in meinen Ohren so wie ein Edgar Wallace-Film, ist aber ein Tremolo/Vibrato-Effektgerät von Electro Harmonix auf Röhenbasis.
Optisch ein rechter Klotz, zu dem das geringe Gewicht so gar nicht passen mag, präsentiert sich dieser überdimenionale Bodentreter regelbar in Ausgangslautstärke, Effktintensität, Geschwindigkeit, Wahlpoti Tremolo/Vibtrao und vier Betriebsarten für letzten Modus, namentlich Looz, Hamm, Acey und Wurl.
Vibe, Rotary und Tremolo-Effekte verspricht der Hersteller – kann der Wiggler das Versprechen halten?
Teilweise: Tremolo ist in der Tat drin, und zwar vom Feinsten! Das klingt und schwingt, ist zwar nicht allzu flexibel regelbar, aber dennoch für sämtliche Alltagsanwendungen mehr als nur geeignet; eine echte Fachkraft!
Unter Looz findet sich dann tatsächlich ein Vibe-ähnlicher Effekt, der aber zu keinem Zeitpunkt mit dem tief-pulsierenden, phasrigen Herzschlag eines echtes Vibes verwechselt werden kann. Hamm soll nach Leslie-Kabinett, bzw. Rotary-Effekt tönen, tut er aber maximal in der Phantasie und mit Verzerrung; es klingt eher wie der leicht anders equalizte Looz. Acey ist einem Vox AC-30 Tremolo nachempfunden – aha, kenne ich auch anders und finde ich eher im Tremolo-Beriech wieder. Last not least soll Wurl nach einem warmen Wurlizer-Tremolo/Vibrato klingen. Warm stimmt, der Rest wird wiederum der Phantasie überlassen.
Ich geb’s zu: Ich bin enttäuscht! Nicht weil der Wiggler schlecht klingt, das tut er keinesfalls, sondern überzeugt mit röhrenwarmen Klängen, die beileibe nicht alltäglich sind. Aber die Werbung erzeugte eine andere Erwartungshaltung bei mir, die das Gerät nicht befriedigen kann: Es klingt eben nicht nach Univibe oder Leslie, und das enttäuscht dann doch ziemlich. Ähnlich ja, gleich: Nein.
Dies relativiert leider auch den Preis: Knappe 190€ hätte ich für die Vielzahl an Effekten gerne ausgegeben – aber nicht für ein Röhrentremolo mit Zusatz-Gimmicks.
Wobei wir einen Effekt, ebenso wie der Hersteller selbst, noch gar nicht erwähnt haben: Dank Output läßt sich der Wiggler auch als Valve-Booster benutzen, wenn Tremolo angewählt und Intensity ganz zurückgedreht ist!

Lust auf ‘nen Vibe-Effekt unter 30 Tacken? Geht nicht? – Geht…!!!

Danelectro stellt sog. Mini-Pedale her; diese präsentieren sich im 50er Jahre-Plastik-Look und sind bestimmt nicht das Robusteste, was die Welt jemals gesehen hat. Aber solange man nicht mit seinem ganzen Körpergewicht und Karacho darauf tritt, sollte dem Guten eigentlich nix passieren können, zumal die Potis durch so eine Art milchig-transparente “Zahnspange” noch einmal zusätzlich geschützt sind.

Einstellbar ist der Chicken Salad – alle Effekte der Mini-Serie haben nahrungsbezogene Namen – in Effekttiefe und Geschwindigkeit (im Inneren lauert noch ein Trimpod, der den Einsatzpunkt des Effekts verschieben kann; aber dazu später mehr), der Fußschaltet schaltet das Pedal ein und aus.

Leider ist das Gerät nicht True Bypass, will heißen: Auch ausgeschaltet nimmt Chicken Salald auf den Ton Einfluß. Das ist je nach Einsatzpunkt innerhalb der Effektkette und Stromversorgung mehr oder weniger störend und – gemessen an der Tatsache, was andere Vertreter der Vibe-Zunft kosten – meines Erachtens vertretbar.

Soviel zu den Nachteilen, widmen wir uns nun dem überraschenden Plus des Geräts: Dem Klang! – Denn wider Erwarten erzeugt dieses Mini-Pedal einen Maxi-Ton, der nicht nur irgendwie ans gute alte Uni-Vibe erinnert, sondern diesem erschreckend nahe kommt. Gar nicht mal so überraschend, wenn man sich das Innenleben vor Augen führt: Auch hier sind es Lämpchen – vier LEDs, um genau zu sein -, die für die Modulation sorgen; dasselbe Prinzip also wie bei den teuren Originalen.

Aber zurück zum Ton: Eine deutliche Modulation, es dreht sich vernehmlich. Dabei tönt es nicht ganz so phasrig-süßlich wie die großen Brüder, ist mehr Bewegung als träumerisch, aber genau so kennen wir z.B. Gilmours Ton auf “Breathe” – und dies ist wahrlich nicht die schlechteste Referenz!

Dies relativiert sich sogar noch bei höherem Speed-Wert (am Gerät, nicht im User): Hier ist es nahezu von Vorteil, daß der Ton nicht allzu wuchtig kommt.

Insgesamt erreicht es nicht ganz die klangliche Tiefe jener Gerätschaften, die das zehnfache(!) kosten, aber überzeugt unterm Strich nicht nur für den Preis auf ganzer Linie. Zumal sich, wie bereits erwähnt, im Inneren ein Trimpod verbirgt, der zwar vergossen, bzw. verklebt ist, aber von der entsprechenden Masse befreit genutzt werden kann, um den Klang auf die eiegenen Bedürfnisse anzupassen. Und spätestens mit dieser Möglichkeit wird aus dem Benjaminchen ein ernstzunehmendes Klangwerkzeug!

Fazit: Wie sagt der Dschinni so schön in Disney’s Aladdin: “Riesige kosmische Kräfte – winzig kleiner Lebensraum!” – Das trifft zu 100% auf Danelectros Chicken Salad zu; ein wirklich tolles kleines Pedal zu sehr attraktivem Preis, bei dem man nun wahrlich nix falsch machen kann. In diesem Sinne: Ausprobieren und staunen!!!

Meine Fresse, hatte ich gerade ein Aha-Erlebnis! – Nein, nicht die Band, sondern: Buffer!

Gay-lesen hatte ich schon viel darüber und wußte auch, daß mein Korg DT-10 Tuner in dieser Funktion tätig ist, aber gekümmert hatt es mich bislang ganz genau null.

Bis eben: Da hatte ich meine drei süßen kleinen Vibes zwischen Princeton und Strat geknallt – und mochte mit einem Mal meine Ketarre so gar nicht mehr; viel zu mittig kam sie plötzlich daher und erinnerte mich an die fiese Jennifer Rush (oder für jüngere Menschen: Shakira x2), die Transparenz war weg!

Ogoddogott – was war geschehen? – Sollte etwa eines der Vibes Ton killen? – Wie schrecklich, nach Ausschlußverfahren jeweils immer nur eines reingenommen – und trotz True Bypass klang es scheiße, sobald was im Signalweg war. Okay, das bedeutete also: Entweder waren alle drei Pedale Grütze oder etwas anderes mußte schuld sein.

Also Denken simuliert… eines der Kabel eventuell? – Teures Klotz-Edel-Tau, aber man weiß ja nie… nein, solange eines im Weg war, egal welches, war alles gut, aber wenn ein zweites dazu kam: Essig!

Also mußte der Kabelweg schuld sein; zwei 6m-Drähte plus Patch-Kabel diebstählern dann wohl doch was an Höhen, wie es mir schien. Und genau in diesem Moment erinnerte ich mich daran, daß der Korg-Tuner einen Buffer beinhaltet! Also Vibes wieder aufgebahrt, DT-10 davor, 6m Meter jeweils davor wie dahinter und mit drittem Kabel fair-glichen: Yippieh, das Leben war wieder gut!

Zwar immer noch ein klitzekleiner Soundunterschied zugunsten des Kabels, aber das war jetzt nur noch minimalste Lautstärke, kein verändertes Klangbild mehr! Und da man beim Amp ja immer lauter machen kann, war meine Welt wieder im Lot!

Uff, geschafft! Und was gay-lernt: Buffer sind meine Freunde!!!

Und nur für den fiesen Fall, daß jemand anderes genauso ignorant, borniert und unwissend-naiv wie ich “einst” (noch vor ca. 30min) ist, dachte ich, diesen Air-lebnisbericht gleich mal zu posten – denn auch aus Fehlern anderer kann man bisweilen klug werden!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit; Sie dürfen sich jetzt wieder den spannenden Dingen des Lebens widmen; oder um es mit Billy Wilder zu sagen: “Sitzen, machen!”

“Digitale Verzerrung klingt steril, spröde und undynamisch.” – Stimmt…

…e in den 80ern und galt bis in die 90er. Mit Einzug der Modeling-Technologie wurde diese Formel ad absurdum geführt; endlich klangen auch “berechnete” Klänge natürlich und authentisch.

Hiervon profitiert der vorliegende Crunchtone-Verzerrer aus dem Hause Line6: Im klassischen Tone Core-Gehäsuse präsentiert sich ein Pedal zum Boosten, Anzerren sowie gepflegten Bluesen und Rocken.

Regelbar in Gain, Level, Bässen wie Höhen bietet er drei Basis-Sounds: Blues, Pop und Crunch. Hinzu kommt ein Gate, welches sanft oder hart zupackend hinzu geschaltet werden kann, aber nicht muß, da das Pedal nur sehr wenig bis keine Nebengeräusche entwickelt.

Wie klingt es denn nun, gerade im Direktvergleich mit analogen Meisterwerken a la Tube Screamer und Co.? – Erschreckend gut, lautet die Antwort: Von Nullen und Einsen keine Spur! Dynamisch mit viel Headroom liefert es sparklige, angerauhte Cleansounds wie Angezerrtes über SRV und Brian Adams-Zerre bis hin zum Oberdrive-Brett. Dabei stellt “Pop” den harm- wie zahnlosesten Ansatz dar, “Blues” überzeugt gewaltig für eben diesen Einsatzbereich, “Crunch” hat am meisten Bumms und Bassdruck. Durch die effiziente Klangregelung lassen sich alle drei Soundausrichtung im positiven Sinne ordentlich verbiegen.

Einzig mit dem Gitarren-Volumen zurückregeln quittiert Crunchtone nicht mit der gewohnten Einsatzfreudigkeit analoger Pedale; ansonsten liegt es auf Augenhöhe und hat sogar deutliche Vorteile gegenüber Althergebrachtem, wie z.B. mehr Bässe und sparkelndere Höhen als ein Tube Screamer.

Fazit: Ein tolles Pedal, das mit ca. 69€ Verkaufspreis kein Loch in den Geldbeutel reißt, bzw. riß, denn derzeit werden die letzten Exemplare ausverkauft. Und wer bereits einen Tone Core-Treter sein Eigen nennt, muß lediglich um die 22€ fürs Sound-Modul bezhalen, denn dieses paßt in jedes Tone Core-Dock!

Endlich gibt es ihn zu kaufen, den seltsamen Wecker, bekannt aus den Drei Fragezeichen-Büchern und-Hörspielen, nachempfunden der grossartigen Coverzeichnung der leider mittlerweile verstorbenen Aiga Rasch!

Naja, so ganz richtig ist das nicht: Es gab nämlich schon vorher eine Variante zu kaufen, die von Leif Tetens (www.bert-clock.de) in liebevoller Handarbeit hergestellt wurde. Nur eben nicht auf industriellem Level; auch handelte es sich nicht um einen offiziellen Merchandise-Artikel: Dieser Wecker ist tatsächlich von Europa und in größerer Stückzahl erhältlich! Es gibt, dies gleich vorweg, keinen Grund, überteuerte eBay-Preise zu bezahlen; manch ein zweifelhafter Zeitgenosse versucht sich nämlich, an der Unwissenheit der Käufer gesund zu stoßen: Einfach bei Europa direkt bestellen (oder sich für die Tetens-Variante entscheiden, siehe folgender Vergleich)!

Nun aber auf in medias res: Auf den ersten Blick fallen zwei Dinge auf: Jawohl, es ist das originale Design vom Cover, aber leider mit einem roten Kranz ums Ziffernblatt, was absolut nicht nötig gewesen wäre!
In weiteren, vernachlässigungswürdigen Details weicht der Wecker ebenfalls ab: Er hat keinen Druckknopf oben links, sondern einen der Gehäuseform angepaßten Snooze-Schalter oben sowie seitlich einen Schiebeschalter für die Weckfunktion. Ansonsten ist er hübsch anzusehen und auch in der Größe recht befriedigend (natürlich und Gott sei Dank ist er batteriebetrieben – 2xAA, liegen bei – und nicht, wie das Original vom Cover, mit Steckeranschluß).

Angeblich soll er auch des nachts abzulesen sein dank Leuchtfunktion, die aus drei LEDs im roten Krantz besteht: Dies klappt leider nicht, bzw. nur sehr mangelhaft; die Lesbarkeit ist erschreckend gering! Dies liegt an der Anordnung der LEDs und ist überdies der Tatsache geschuldet, daß die Ziffernblätter leider nicht floureszieren – einfach Mittel, große Wirkung!

Kommen wir zum wichtigsten: Dem Sound! Denn: Dieser Wecker verspricht, mit dem Originalschrei aus dem Hörspiel zu wecken!!! – Dies tut er auch… nur: Aus völlig unerfindlichen Gründen ist der Schrei zu hoch, er läuft wesentlich schneller als im Original! War das so etwa billiger, weil der Chip weniger Leistung haben mußte…?

Fazit: Für 30€ gibt es einen durchwachsenen seltsamen Wecker zu erstehen, der danach riecht, als hätten Enscheidungs- wie Anzugträger ein geniale Idee durch Sparen am falschen Ende stark verwässert! – Der Leif Tetens-Wecker hat im Gegenzug den authentischen Knopf an der richtigen Stelle (dafür kein “Podest”), wirkt insgesamt wertiger und kann mit dem originalen Schrei in der richtigen Geschwindigkeit aufwarten; dafür kostet er auch ein wenig mehr.

Unterm Strich mag ich ihm empfehlen, bitte aber die Sony-Menschen hinter Europa, idealistischen Fans – denn um solche handelt es sich bei ???-Anhängern in der Regel – keine so abgeschmackte Durchführung mehr vorzusetzen, sondern die Sache in Zukunft ganz durchzuziehen, ohne den Gesamteindruck derart zu verwässern!

Und noch einmal: Nicht audf eBay-Spekulanten reinfallen; den Wecker gibt es nach wie vor für 30€ bei Europa direkt zu bestellen!!!

BÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖSEEEEEEEE!!!

Der Verzerrer-Klassiker aus der Tone Core-Serie von Line6 hört auf den netten Namen Über Metal, ist regelbar in Gain, Bässen, Höhen und Level, hat ein parametrischen, via zwei weiteren Potis steurbaren Mitten-EQ, wartet mit drei Klangausrichtungen namens Metal, Pulverize und Insane auf und hat sogar ein regelbares Noise-Gate mit an Board!

So bestens ausgestattet, präsentiert sich eine ausgepräte Fachkraft, die Hard’n'Heavy bis Extremst-Metal-Sounds souverän abzudrücken versteht; Nebengeräusche sind dank des Gates absolut kein Thema, egal wie viel Gain zum Einsatz kommt!

Das Gerät pumpt bei Bedarf sehr basstark und überzeugt sowohl mit Flexibilität – die es in erster Linie der parametrischen Mittenreglung verdankt – als auch einer Obertonfreundlichkeit, die beileibe nicht selbstverständlich ist. Für einen Metal-Effekt wirkt es obendrein noch recht dynamisch – sonst eher ein Unwort in diesem Kontext.

Dies schlägt sich auch im dennoch ohne Zweifel angemessenen Preis nieder: Während andere Tone Core-Pedale einen deutlichen Wertverlust zu verzeichenen haben, kostet Über Metal mit 109€ heute mehr als bei Markteinführung.

Wie immer an dieser Stelle der Tipp, daß es auch Über Metal als Soundmodul für bereits vorhandene Tone Core-Pedale und Docking Stations zum Bruchteil des Preises gibt; aktuell (03/2010) liegt der günstigste Anbieter bei schlanken 26€!

Fazit: Ein immer noch 100%ig zeitgemäßes Zerrpedal für alles, was härter zur Sache geht, extrem flexibel und ganz schön BÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖSEEEEEEE, aber das sagte ich, glaube ich, bereits… ;-)

Der “Worm” von EHX ist einer der Klassiker auf dem Sektor der Modulationspedale und umfaßt Tremolo-, Vibrato-, Phaser- und Wah-Effekt. Er liegt seit kurzem in neuer Form – kleineres Gehäuse, technisch hochwertiger und mit erweitertem Spektrum an Mögichkeiten – vor, was Grund genug sein soll, diesem Tausendsassa mal auf den Zahn zu fühlen (Würmer mit Zähnen!? – Das gibt ‘ne 6 in Bio, setzen!):

Das Würmchen ist – wie sein biologisches Vorbil – rein analog aufgebaut, nix mit digital. Das wiederum hört man, egal welcher Effekt angewählt ist, deutlich: Organisch, warm und dreidimensional kommt diese Mike Matthews-Kreation! Dabei vermag es extrem subtil zu Werke zu gehen und schmiegt sich dem Gitarrensignal eher an denn es stark zu verbiegen. So ist denn auch z.B. der Phaser-Effekt eher einem leichten Vibe-Effekt gleichzusetzen, das Tremolo ist nicht zu tiefem, kehligen Pulsieren zu überreden – es bleibt stets extrem geschmackvoll und weitestgehend unaufdringlich, wenngleich gur hörbar und prominent.

Was nicht heißen, soll, daß dieses Pedal nicht extrem vielseitig und individuell einzustellen ist: Alleine das Wechseln von Auto-Funktion auf manuelle Ansprache verdoppelt quasi die Effektanzahli; wer ein Expression-Pedal sein Eigen nennt, kann Wah, Vibrato, Tremolo wie Phaser auch mit dem Fuß steuern – großartig!

Allen Sounds, die aus dieser Kiste kommen, ist der Vibe der 70s zueigen, es klingt, im positivsten Sinne, stets warm und transparent z.B. nach Simon und Furunkels Concert in Central Park, bzw. Mid-70s-Dylan-Platten.

In diesem Sinne steht die Kiste, die in True Bypass ausgelegt ist und die Neben- wie Störgeräusche des größeren Vorgängers “vermissen” läßt, nicht nur Gitarren, sondern auch Keyboards bestens zu Gesicht und darüber hinaus bestens dar, überzeugt sie nämlich mit einem 40 Jahre alten Zeitgeist; welcher aktuelle Gitarreneffekt kann dergleichen schon von sich behaupten!?

Wer also auf warme, analoge, organische Modulationssounds steht und keine tiefschürfenden Fachkraft-Eigenschaften erwartet, ist mit dem Worm hervorragend bedient, zumal er mit 83€ extrem preiswert angesiedelt wurde – somit möchte ich ihn als PLV-Monster besonders hervorheben, zumal das entsprechende Netzteil bereits beiliegt!

Stanford – hinter diesem Namen steht der renommierte tschechische Gitarrenbauer Frantisek Furch, der bis kurz wenigen Jahren diese Instrumente auch noch selbst gefertigt hat, mittlerweile lediglich die Konstruktion liefert und diese in China fertigen lässt.

Zum Test liegt nun eine elektro-akustische Dreadnought mit Cutaway vor, die laut Stanford-Homepage gar nicht angeboten wird; ein Prototyp? Auch dem Restnetz sind keinerlei Informationen abzuringen – wir sind also in Analyse und Bewertung ganz auf unsere eigenen Augen, Ohren und Hände angewiesen.

Der Korpus hat die bekannten Maße, der Hals ist deutlich breiter als bei einer Standard-Westerngitarre, was ich nicht als unangenehm empfinde; vielmehr suggeriert die Gitarre damit „mehr Raum“ und entschleunigt, ohne langsamer als schmale Hälse zu sein.

Apropos Hals: Dieser ist matt lackiert und aus Mahagoni gefertigt, die Kopfplatte ist angesetzt. Der Korus wiederum glänzt – dank Hochglanzlack – mit einer schönen, massiven, dünnen und damit intensiv schwingenden Zederndecke, Boden und Zargen sind wesentlich dicker laminiert. Das Holz ist für mich nicht eindeutig zu identifizieren, sieht aber Ovangkol sehr ähnlich.

Durch diese Bauweise entsteht ein ganz spezieller Ton, der extrem voll und bassstark, eben angenehm drückend und voluminös klingt, dabei aber sehr fein zeichnend und warm bleibt. Keine Spur von Mulm und immens dynamisch, sprich: Diese Stanford mag es, mal mit Samthandschuhen, bald hart rangenommen zu werden und quittiert beide Herangehensweisen mit ihrem samtig-souveränen Ton, der mich an gute und teure Guild-Gitarren erinnert – nur dass der Fichten-Ton dem wärmeren der Zedern-Decke weicht.

Die 46-D4-CO-ECW musste sich dem Vergleich mit einer Taylor 114e, einer sog Springsteen-Takamine, einer Fichten/Palisander-Breedlove sowie einem Schwestermodell noch aus der tschechischen Stanford-Produktion (auch hier Fichte/Palisander, allerdings vollmassiv) stellen; dabei wusste sie sich mit eigenem Ton sicher zu behaupten: Taylor wie Breedlove fielen in Sachen Volumen wie Vollmundigkeit deutlich gegen sie ab, die Stanford-Schwester hatte den strahlenderen und im positiven Sinne knarzigeren (Martin-)Ton, klang aber in sich nicht so souverän, die Takamine klang zwar auch warm und etwas strahlender, aber nicht voller und formabarer, eher etwas gequetscht. Will sagen: Es fällt dieser Gitarre im 500€-Spektrum sehr leicht, Gitarren, die das zwei- bis dreifache aufrufen, auf Augenhöhe mit eigenem Ton zu begegnen, was wahrlich als kleine Sensation gewertet werden muß.

Das Piezo-Tonabnehmersystem überträgt den Ton sauber, authentisch und lässt ausreichende Klangformung zu. Die goldenen Mechaniken mit schwarzen Plastik-Flügeln verrichten vorbildliche Arbeit.

Fazit: Eine tolle Gitarre ohne erkennbare Schwächen, ganz im Gegenteil; Stanford bleibt auch bei China-Fertigung ein Geheimtipp, dem sich nachzugehen garantiert auszahlen wird!

PS: Sollte jemand ebenfalls ein Exemplar dieser angeblich “nicht existierenden” Gitarre sein Eigen nennen, bzw. mir etwas über die Herkunft sagen können, würde ich mich über eine entsprechende Rückmeldung hier auf der Seite sehr freuen! ;-)

Zum Test kommt hier eine Taylor 114e Akustik-Gitarre von 2007 (also eines der noch besseren Modelle) mit massiver Fichtendecke, Mahagoni(Sapele)-Korpus, Taylor-Tonabnehmer und frischen D´Addario EXP Coated Bronze Strings in 12er Stärke.

Technisch wie optisch ist sie makellos verarbeitet. Die Bauform nennt sich Grand Auditorium und steht synonym für einen sehr ausgewogenen Klang; die 114e eignet sich gleichermaßen für Strumming (Akkordspiel) wie fürs Zupfen, kein Frequenzanteil überlagert den anderen. Auch das Sustain ist vorbildlich.

Aktuelle Modelle (ab 2008) klingen komischerweise nicht mehr so erdig und voll, sondern tönen irgendwie blecherner, topfiger, so dass ich dem interessierten Gitarristen empfehlen möchte, sich bei Händlern, bzw. auch auf dem Gebrauchtmarkt gezielt nach diesen Modellen bis 2007 umzusehen.

Da sind sie also endlich, die “neuen” FX Lichtschwerter, von der Firma Hasbro in Lizenz von der alten, schon zu Master Replicas-Zeiten verantwortlichen Firma in Auftrag in China gefertigt!

Und endlich geht auch “gebogen”, denn: Count Dookus Schwert ist, wie jedem Star Wars-Fan natürlich klar ist, die erste nicht gwerade Variante eines Laserschwerts!

Der erste Eindruck sagt: Gelungen! Auf den zweiten Blick fallen dann andere Details ins Auge: Der Griff ist etwas dick und damit leicht plump geraten, aber dergleichen kennen wir ja schon vor Vorgängermodellen. Weniger ins Auge denn ins Ohr fällt die Tatsache, daß das Schwert recht leise ist im Vergleich zu anderen Sith-Säbeln; der Grund hierfür dürfte im Pommel zu finden sein, der den Lautsprecher teilweise etwas massiv abdeckt sowie der Tatsache geschuldet sein, daß hier nicht 3 x AA, sondern 3 x AAA-Batterien ihren Deinst verrichten.

Ansonsten ist optisch wie haptisch und klanglich alles beim alten: Helligkeit und Ein- wie Ausfahreffekt wie behabt, es findet nach wie vor das Sith-Soundboard Anwendung.

Fazit. Ein gutes Schwert, wenngleich etwas langweilig: Neue und lautere Sounds wären nett gewesen. ;-)

Ich möchte, gerade für den Clean-Sounds dieses Amps, an dieser Stelle eine Lanze brechen: Hat er zwar grundsätzlich zwei Kanäle und ist der Zerr-Kanals auch kein schlechter, so überzeugt mich der Clean-Kanal doch immens!

In seiner Charakteristik irgendwo zwischen Tweed-Fender und Vox erinnernd, klint er lebendig, feinzeichnend und charaktervoll, dabei dreidimensional und voll. Nicht so druckvoll wie ein Blackface-Fender, der federnde Bassbereich spricht hier eine eigene Sprache, aber deutlich mehr als brauchbar. Warm, gut formbar und einfach wohlklingend isser, und durch den rückseitigen Class A/AB-Regler recht vielseitig!

Wie sind Eure Erfahrungen mit diesem Combo, wie kommt er als Top-Teil ohne den bordeigenen Speaker (noch) rüber?

Dunlops Standard Cry Baby klingt manchem Anwender zu höhenreich und steril, außerdem hat es keinen True Bypass und beeinflußt den Sound auch im Off-Modus recht eindeutig. Allein aus diesem Grunde suchen Musiker immer wieder nach Alternativen; eine kommt ebenfalls aus dem Hause Dunlop und hört auf den Namen “Cry Baby Classic”.

Im Gegensatz zum Standard hat es a) Treu Bypass und b) eine rote Fasel-Spule, die für ein anderen Klangbild sorgt:

Das Classic klingt wesentlich mittiger, fleischiger und dunkler, hat einen intensiveren Umbruchpunkt (was wiederum keinen gleichmäßigen Regelweg bedeutet) und ist deutlich vokaler: Es macht “Uuooooaaaiii” statt einfach nur “Quak”. Damit läßt sich Solo-Linien genau die richtige Ausdruckskraft mit auf den Weg geben – den “Shaft-Ouaka-Ouaka” macht es dafür nicht so schön, kann sich vollverzertt aber besser in Szene setzen als das Standard-Pedal.

Die Verarbeitungsqualität ist gewohnt hoch und ohne Schwächen, wobei auf lange Sicht gerne mal das Poti abraucht – aber das ist so ziemlich allen mechanischen Wahs zueigen.

Fazit: Eher ein Spezialist, den man prüfen soltle, bevor man sich ewig bindet!

Ein Tremolo ist nicht wie häufig angenommen der Wimmer- oder Jammerhaken an der Gitarre, vielmehr der Effekt periodischer Lautstärkeschwankungen. Man kennt ihn seit den 60ern aus Fender-Amps, wo er fälschlicherweise “Vibrato” genannt wird (DAS wiederum SIND jene Wimmerhaken); man denke z.B. an Nancy Sinantras “Bang Bang” (Kill Bill I) oder Tito And Tarantulas “After Dark”.

Diesen Effekt gibt es in vielerlei Ausführungen auch als Bodentreter zu kaufen – aus dem Hause Line6 kommt eine Variante, die insofern besonders interessant ist als sie viele Features presigünstig vereint: Neben der Möglichkeit, das Tremolo in Geschwindigkeit wie Intensität zu regeln, erlaubt das Tap Tremolo überdies:

a) zwischen einem Optokoppler-, Bias gesteuerten oder Stereo-Ton zu wählen;

b) stufenlos zwischen Sinus- (gleichmäßig) und Rechteckform (abgekackt) zu wählen;

c) per Fußschalter jederzeit das Tempo neu eingeben zu können sowie

d) einen Peak Follower hinzuzublenden, der in Ineraktion mit der Geschwindigkeit dafür sorgt, daß das Tremolo mit leiserem (z.B. ausklingendem) Signal immer langsamer wird.

Verdammt viel Möglichkeiten in einem Pedal, welches überdies beim preiswertesten Anbieter für schlanke 69€ zu haben ist! Bzw. als Modul für bereits angeschaffte Tone Core-Pedale sogar nur mit 22€ zu Buche schlägt!

Daher die berechtigte Frage: Klingt das auch?

Die Antwort: Es klingt! Zwar tönen röhrenbetriebene und auch manches Transistor-Boutique-Pedal dreidimensionaler und voller, satter, aber die Effektqualität kann sich hier schon sehen und vor allem: Hören lassen!

Ein extrem flexibles Pedal, welches keinerlei störende Nebengeräusche addiert und seinen Job vorbildlich erledigt.

Spontan gab es keinen Trem-Sound, den ich nicht realisieren konnte – und das will alleine schon was heißen!

Überdies sind die Extras dieses Tretern keine sinnlosen Dreingaben, sondern allesamt musikalisch nutzbar – wenngleich ich mir gewünscht hätte, z.B. das Tap Tempo auch in halbierter Geschwinsigkeit eingeben zu können: Für schnelles Tremolieren muß man so auch schnell tappen können.

Fazit: Ein gutes Pedal mit atemberaubenden Preis-/Lesitungsverhältnis!

Achtung: Der Test erfolgte insofern aus aktuellem Anlaß als diese Pedale derzeit ausverkauft werden; daher schnell zuschlagen, bevor es sie nicht mehr gibt.

Wer nicht mehr hören mag – ob sich gegen Alltags-, Arbeits-, Baulärm oder das Schnarchen des Partners schützen zu wollen – und in eine deutsche Apotheke geht, hat nicht viel Auswahl: Neben den bekannten Oropax – flexible, beflockte Knetballen, die nicht jedermanns Sache sind – gibt es primär das Produkt EAR Classic vom britischen Hersteller Aearo Limited: Gelbe Schaumstoff-Pfropfen, die gedrückt gerollt und ins Ohr eingeführt werden. Hier dehenn sie sich wieder aus und verschließen das Ohr; kennt jeder!

Leider hat die Firma das ale Programm – die Stöpsel Classic I wie Classic II – zugunsten dieser neun Variante aus dem Programm genommen: Bei den neuen ist die Flexibilität zwar erst einmal schöner, und sie sind auch “leiser”, da sie von sich aus weniger Knarz- und Berührungsgeräusche übertragen, dafür nutzen sie sich viel schneller ab, sind nach ca. 3, spätestens 4 Tagen so “geknickt”, daß sie nicht mehr richtig schließen. Dies war beid en spröderen Classic II noch anders: Die konnte man ca. eine Woche lang nachts tragen, bis sie entsorgt werden mußten!

Die Folge ist klar: Aearo Ltd. verdient deutlich mehr am Prudukt, zumal es eben keine Alternative in deutschen Apotheken gibt!

Fazit: Kein schlechtes, aber jüngst verschlimmbessertes Produkt.

Um die hier angestoßene Diskussion um die beiden Vox Wahs zusätzlich zu belegen, hier meine 2 Cents:

Ich hatte bislang das Cry Baby Classic in Gebrauch, fand dies aber nicht immer 100%ig passend, da es a) doch dick aufträgt und b) keinen gleichmäßigen Regelweg hat, weil es einen Punkt gibt, da das Signal “umkippt”, es also deutlich “quakt”. Das KANN genau das richtige sein, MUSS es aber nicht: Für Shaft-Sounds war es mir einfach was zu mittig und eben “unrund”, nicht gleichmäßig und transparent genug. Toll, wenn man Solo-Tönen vokalen Charakter mit auf den Weg geben mag, aber schlecht für “ouwhogka, ouwhogka”, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Daher liebäugelte ich schon seit langem mit einem Vox-Wah; für 89€ gibt es den Klassiker derzeit zu kaufen (eine presiwertere Ausführung namens 845 ebenfalls; diese ist vom Gehäuse her leichter und soll auch ein anderes Innenleben haben, insofern entschied ich mich lieber fürs – auch schönere – Original).

Und bereue es nicht, wenngleich es mir ebenfalls nicht die Schuhe auszieht (Mann, was vermisse ich mein Ibanez WH-10, denn das konnte ALLES – aber ich war mal so doof, es zu verticken…): Es ist eben eine Fachkraft, und sein Metier beherrscht das 847A meisterhaft; es shaftet und pornomusikt, daß es ein wahre Freude ist!

Fazit: Das Vox 847A Wah macht einfach Spaß, ist eher in den Höhen daheim, hat einen gleichmäßigen, “warmen” Regelweg, tritt sich gut (auch an und aus, da fand ich die Billo-Variante im Form des 845 richtig kagge), ist irgendwie “sanft”, seidig und sieht sexy aus. Es ist bestimmt nicht everybody’s darling und erst recht keine eierlegende Wollmilchsau, dafür aber auch wesentlich preiswerter als andere Profi-Wahs. True Bypass und amp-fehlenswert!!!

Die Firma Line6 hatte eine an sich geniale Idee: Sie verkauft nicht nur “fertige” Gitarren-Effektgeräte, sondern auch so genannte Docking Stations (Gehäuse in Mono oder Stereo) sowie die jeweiligen Soundmodule (z.B. Liqua Flange, Dr. Distorto, Über Metal, etc.) einzeln, so daß man theoretisch nur eine Docking Station und die Module nach Wahl bräuchte (es sei denn, man möchte zwei Tone Core-Effekte miteinander kombinieren).
Mein Frage lautete: Kann man diese Module auch aus Komplettgeräten lösen, bzw. neue Module einführen? – Die Antwort: Man kann! Einfach die hintere beiden Schrauben (Sternformat) lösen und den darunter gelagerten Knopf drücken – und das alte Modul löst sich, bzw. läßt sich herausziehen. Neues rein – fertig!
Dabei ist mir aufgefallen: Die neuen Tone Cores wie Docking Stations sind aus einem leichteren Material gefertigt, welches in der Verarbeitung auch leider etwas billiger wirkt: Man sieht mehr Grate des Spritzgusses hie und da doch recht deutlich.
Noch ein Tipp: Spart Geld und vergleicht Anbieter, denn: Ein Modul kann beim großen “T” 49€, beim Schmidt 38€ und beim Store 22€ kosten.
Fazit: Leute, kauft Sound-Module!!! Die Dinger sind extrem preiswert (bis zu weniger als ein Drittel des Komplettgeräts) und bieten Immenses fürs Geld.
PS: Es gibt mittlerweile eine findige Füchse, die die Sound-Module mit eigenen Soundkrationen füllen.

Eine der meist gestellten Fragen zum “neuen” Vox-Wah 845 lautet: Inwiefern unterscheidet es sich vom Vorgängermodell 847A?
Ich bin der Frage nachgegangen und kann, nach Rücksprache mit meinem Händler (der beim Vertrieb nachgefragt hatte) und einem persönlichen Test, folgendes berichten:
Das 845 ist wesentlich leichter als sein kostenintensiverer Bruder; so viel leichter, daß es sich auf glatten Grund schnell auf und davon machen wollte; außerdem liegen weder Batterie noch Vinyl-Tasche bei.
Klanglich sind die beiden absolut identisch. Punkt.
Wer also einen Batzen Geld sparen möchte, auf die Chrom-Optik verzichen kann und wen das Leichtgewicht nicht schreckt (indem es z.B. mt Velcro an einem Board befestigt wird), der ist mit dem 845 bestens bedient.

Der Nachfolger des an sich schon genialen H4 Portable (oder: Handy-) Recorders von ZOOM macht alles 100% richtig und toppt das Vorgängermodell um Längen; was ist also alles anders und besser?

1. Die Menüführung: Logischer, schneller, einfach einfacher!

2. Prozessor-Geschwindigkeit: Man muß nicht mehr warten, alles geht jetzt sehr viel schneller!

3. Gehäuse und Verarbeitung: Hatte man beim H4 noch teilweise ein Plastik- und Vorsicht-Gefühl, wirkt das H4n profesionell, wesentlich robuster und alltagstauglicher, ohne “Könnte-abbrechen”-Teile!

4. Die Mikrofone: Die Mikros klingen Melien besser als die alten!!!

5. Das Display: Auch für Maulwürfe jetzt supergut lesbar!

6. 4-Kanal-Aufnahme: Zusätzlich zu den beiden Mikros lassen sich zwei weitere anschließen, so daß alle vier Spuren simultan verwendet werden können (zumal sich die beiden eingebauten Mikros per Klinkenbuche umgehen und mit 2 x Mono-Signalen per Y-Kabel ersetzen lassen – super!!!).

7. Eingebauter Lautsprecher: Zur sofortigen Kontrolle einer Aufnahme!

8. Optische Clip-Control: Sollte das Mikro eine Übersteuerung, bzw. ein Popp verzeichnen, flackert es kurz!

9. Mikro-Halterung: Ein simpler, konischer Plastik”dorn”, der ins H4n geschraubt wird, so daß es in eine normale Mikrohalterung paßt, sorgt für optimale Positionierungsmöglichkeiten!

10. Es kommt in einer transparenten “Gebißreinigungsschale”; ich glaube,e s ist die von Heinz Schenk… ;o))))))

Fazit: 10 gute Gründe, sich das Ding anzuschaffen, selbst wenn man bisher mit dem H4 zufrieden war!!!

Hallo,
auf YouTube gibt es eien genialen Tester für Gitarrenequipment mit Schwerpunkt Effekte, dessen Unterhaltungswert auf einer Skala von 1-10 ungefähr bei 53 lägt: gearmanndude!!!

Nun gibt es das Gerücht, es hendele sich bei ihm um Jack Black: Stimmt dies, weiß da einer von Euch mehr?

Danke und Gruß!!!

Für knappste 400€ gibt es diese Mahagoni-Hohlkammer-Tele mit akkuratem F-Loch, welche allein baubedingt harscher, aber keinesfalls unwertiger als eine Soldibody tönt; noch nie gab es eine so gute Thinline zu solch einem guten Kurs! – Dabei erinnert der Ahorn-Hals eher an den der Classic Vibe-50s Strat, hat aber ein wenig mehr Fleisch. Die PUs sind ebenfalls Alnico III und sollten nicht ausgetauscht werden: Die Klangkultur ist auch hier vorbildlich!

Immens leicht ist sie natürlich allein schon aufgrund ihrer Konstruktion; ich tippe auf unter 3kg. Sie spielt sich etwas härter als andere Teles, man muß ein büschn mehr kämpfen, was unterm Strich eher positiv zu bewerten ist, da wir es mit einer Männer-Gitarre zu tun haben!

Sehr typische, etwas akustischere Tele-Sounds dringen ans Ohr, die schlicht keinerlei Wünsche offen lassen; auch das Sustain macht einfach nur Spaß. Insgesamt ein Quantensprung, vergleicht man sie mit der einzig bislang vorhandenen Squier Thlinline – und die war schon nicht von schlechten Eltern! Verglichen mit dieser ist der Sound hier Vintage-mäßiger und der Hals qualitativ besser.

Fazit: Eine hervorragende Gitarre zum Witzpreis, die darauf wartet, entdeckt zu werden; das Preis-/Leistungsverhältnis kann ich nur als exorbintant günstig klassifizieren! Unbedingt ausprobieren!!!

Ursprünglich dachte ich ja, das seien die gleichen Gitarren, nur daß die 50s das Ahorn- und die 60s das Palisander-Griffbrett hat. Ist aber quatsch, sie fühlen sich in der Tat beide unterschiedlich an: Der Korpus der 50s ist eckiger, der der 60s runder geshaped, und auch die Halse fassen sich ganz unterschiedlich an; der 50s ist dünner und erinnert daher viel mehr an einen Hals aus den 70s, der 60s Neck ist authentischerweise ein kräftiges C.

Beiden gemein ist das Korpusmaterial: Erle komt hier zum Zuge! Bei den Pickuos hört es denn schon wieder auf: 50s kommt mit Alnico III daher, die 60s mit Alnico V für einen höhenreicheren, weniger perkussiven Ton.

Und damit wären wir schon mittendrin, diese beiden Würfe von Fenders kleiner Schwester Squier genau unter die Lupe zu nehmen: 50s kommt in 2-Ton-, die 60s in 3-Ton-Sunburst; beiden gemein ist ein immens erwachsener Ton, der nahtlos an die goldene Zeit Squiers anknüpft: Den frühen 80ern. Keine andere Serie hat seitdem eine solche Qualität erreichen können!

Die 50s ist verhältnismäßig leicht; ohne Waage schätze ich sie so auf 3,3kg. Die 60s ist deutliche massiver und wuchtiger; jede Wette, die steht so bei 3,8kg, was schon ganz anders am Kurt zerrt.

Beide Hälse sind wie die Korpi hochglanzlackiert, jedes der beiden Vibratos funktioniert verstimmfrei… würde bei der 50s nicht die Sattelkerbe der G-Saite ein wenig klemmen, was wiederum sehr schnell behoben ist.

Soundtechnisch haben sie beide zwar etwas weniger Fleisch als Fenders aktuelle Gitarren der mexikanischen Classic-Serie, aber das zeichnet ja auch so manche Custom Shop-Klampfe aus: Entschlackt an den richtigen Stellen, würde ich es nennen!

Wer es knopflern und gilmouren lassen mag, der ist mit dem Modell der fuffziger Jahre bestens bedient; wer mehr Klingel und Strahlkraft braucht, ohne auf Raunen der Basssaiten verzichten zu wollen, dem sei die SRV-mäßige sechziger Jahre-Ketarre ans Herz gedübelt; beide sind qualitativ auf erschreckend hohem Niveau und benötigen keinerlei Tuning mehr, um nicht vollwertige, sondern hervorragende Soundwerkzeuge zu sein.

Und jetzt kömmt der Clou daher: Sie kosten jeweils nur 315 Tacken!!! Wer also akut eine Strat sucht, der soltle beide Gitarren beim nächsten Antesten im Laden des Vertrauens unbedingt mit in die engere Wahl nehmen – es ließe sich bei (gegenseitigem) Gefallen eine ganze Menge Zaster sparen!

Eine rechtliche Frage: Muß Retoure-Ware als solche ausgezeichnet werden oder darf sie weiterhin als Neuware verkauft werden?

Rücksturz in die 80er… das verlangt vom effektbewußten Gitarristen nach DEM Effekte der Achtziger, und das dürfte ohne Zweifel der Chorus sein!

Meine Chorus-Karriere begann mit einem Boss CE-3; seinerzeit galt Boss der Ibanez-Pedalserie als überlegen und war auch entsprechend teurer. Und da ich von Ibanez bereits den Swell Flanger mein Eigen nannte und nicht mochte, blieb ich auch erst mal bei Boss.

Erst gen Ende der 80er kam ich in den Besitz eines Ibanez Chorus, der zudem einen zweiten Effektblock für Flanging beinhaltete: Den PC10 Prime Dual Chorus!

Mit diesem war ich auch längere Zeit sehr glücklich: Der Chorus-Effekt selbst war immens fett ohne hörbare Modulation und überdies dank nur zweier Potis schnell wie sicher eingestellt; wie flexibel dieser sogenannte A-Teil des Pedals war, sollte ich erst ca. 20 Jahre später bemerken, aber dazu weiter unten mehr.

Der B-Teil erlaubte Flanging ohne die üblichen Oszillations-Beigeräusche, die ich schon damals, als es (mir) primär um einen Helicopter-Sound ging, nicht mochte; daher war dieses Pedal ideal für mich; regelbar war es via vier Potis, was ich vom Swell Flanger ja bereits kannte.

Mit einem Schiebeschalter konnte man zwischen den beiden Blöcken hin und herwechseln, eine Klinkenbuche erlaubte, den Schaltvorgang auch per externem Pedal zu steuern.

Soviel zur Vergangenheit; wie ich heute weiß, hat dieses Pedal meine Vorstellung von Chorus wie Flanging extrem beeinflusst, bzw. einen Meilenstein in meinen Kopf gepflanzt, an dem sich alle anderen entsprechenden Effekte fortan messen lassen mussten. Und weitestgehend dagegen abstanken.

Vor ein paar Wochen bin ich dann zufällig über ein YouTube-Demo-Video gestolpert, welches den PC10 zum Inhalt hatte (http://www.youtube.com/watch?v=HxNcQa8117Y); obgleich der Tester ein Vollpfosten ist, der offenkundig shredden, aber nicht Gitarre spielen kann, hat mich das Gerät auch nach heutigen Maßstäben immens beeindruckt, mit der Folge, dasß ich es gerne wiederhaben wollte.

Gesagt, tun getan: Seit drei Tagen besitze ich wieder ein Exemplar dieser Gerätschaft. Und hätte nicht für möglich gehalten, dass es sich sofort wieder an die Spitze der Nahrungskette durchkämpft!

Der Chorus-Block, „A“ genannt, ist regelbar in Speed und Width – und deckt dennoch ein großes Spekrum an möglichen Sounds ab: Ob vom leichten Chorus ohne hörbares Eiern (Speed auf 1, Width auf 10), einem tiefen Chorus mit musikalischem Schwebe-Anteil (beide Regler auf 4) bis hin zu einem wirklich guten (und ich bin hier überkritisch!) Rotary-Effekt (Speed auf „10“, Width bei „4“) ist hier mehr drin als bei aktuellen Digital-Kisten, und auch andere Analog-Pedale, wie z.B. der Jacques Meistersinger, sehen ziemlich alt aus im Vergleich.

Generell ist der Ton des Prime Dual Chorus sehr präsent, ohne aufdringlich zu wirken: Die Höhen sind betont wie bei einem teuren Exiter/Enhancer, ohne dabei auch nur im Ansatz verbogen zu wirken; ein Noise-Gate verhindert Nebengeräusche im Leerlauf, so dass die Apparatur sehr sauber tönt. Ein wirklich nur minimaler, sehr angenehmer Laustärkeboost ist mit dem Effekt verbunden – was ich bei einem Chorus recht gerne mag.

Jacques’ Meistersinger, eine Koryphäe auf dem Sektor analoger Chorus-Pedale, ist dagegen etwas muffig in den Höhen; es fehlt ihm, im direkten Vergleich, an Strahlkraft, dafür ist er subtiler und ein wenig wärmer. Geschmackssache, mir munden beide. Das Boss Chorus-Ensemble CE-20 Twin Pedal hingegen kann breiter und fetter, ist dabei aber auch in den Mitten ausgedünnter und klingt wesentlich künstlicher – nicht schlecht, aber eben nicht organisch-analog. Das kann es zwar auch, aber beileibe nicht so gut wie ein echtes analoges Pedal; müßte ich mich für eines der drei entscheiden, würde meine Wahl ohne zu zögern auf den PC10 fallen!

Schalten wir rüber in den Flanger- oder „B“-Mode: Hier geht alles, vom lebendig-warmem Ton des Ibanez FL9 über extremere Geschichten wie ich sie vom Swell Flanger noch im Kopf habe bis hin zu Düsenjet- oder Helicopter-Sounds, wie sie in Verbindung mit Verzerrung zu gefallen wissen; die Effektqualität ist auch hier exzellent!

Solltet Ihr mal die Gelegenheit haben, ein solches Kistchen käuflich zu erwerben und der Preis unter 100€ liegen, gibt es nur einen vernünftigen Ratschlag: Zuschlagen! – Denn selbst wenn Euch der Klang nicht gefällt, solltet Ihr den Prime Dual Chorus für einen ähnlichen Preis wieder loswerden, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass dies jemand möchte. ;o)

Leider ist der On/Off-Switch die Schwachstelle der 10er-Serie; solltet Ihr das Pedal in seiner vorigen Inkarnation, als CCL Dual Chorus, finden, wäre dies sogar noch besser: Klanglich dasselbe Gerät mit einem bessern Schalter! – Meiner muckt schon minimal, schaltet nicht jedes Mal zuverlässig um.

Fazit: Das beste Chorus-Pedal, das ich kenne, und ein grandioser Flanger als Dreingabe – was will man mehr!?

Gebaut wie ein Panzer, anfällig wie ein Schmetterling, so sollte das Teil im Untertiel heißen, denn: Das erste gelieferte Gerät war bereits defekt, das eines Bekannten ging ebenfalls sehr schnell hops.

Aber der Reihe nach: Ehemalige Marshall-Leute gründeten einst eine neue Firma namens Blackstar und stellten unter diesem Label zunächst Amps, später auch große kleine Trampelkisten her, mit denen man anderen Verstärkern einheizen können sollte; der HT-Reihe ist allesamt der Einsatz einer gut sichtbaren Röhre gemein, welche für mehr Natürlichkeit und Dynamik sorgen soll.

Aus dieser Serie habe ich mir den gemeinsten Zerrer ausgesucht, der hört auf den wohlklingenden Namen DistX. Eine überdimensionierte Kiste ist das, die sofort jedes Effektboard alleine schon optisch dominiert.

Regelmöglichkeiten sind derer vieler gegeben: Gain und Level – logisch. Die Klangregelung besteht ganz konservativ aus Bass-, Mitten- wie Höhen-Regler, hinzu gesellt sich der sogenannte ISF-Regler, welcher laut Eigenwerbung stufenloses Überblendung von amerikanischer zu britischer Sounfprägung gestatten soll und interaktiv mit dem Mittenregler arbeitet.

So viel zur Theorie, lassen wir die Röhre glühen: Jou, Gain hat er ordentlich und satt; mir reicht es um die 9h herum völlig aus; schließlich möchte ich meine Spieldynamik nicht völlig platt machen. Hätte dann nicht das normale Distortion-Pedal mit ohne “X” gereicht?, höre ich niemanden fragen und worte ihm ant: Nö, denn dies hätte eine andere klangliche Ausrichtung sowie eine passive statt wie hier aktive Klangregelung gehabt. Hier kann der Sound also noch stärker geformt werden, und das ist gut so: Mitten raus = Metallica- und Megadeth-Badewanne, Mitten rein = klassischeren Distortion-Brett. Der Bass-Regler macht seinem Namen alle Ehre: Knapp über 9h hat mir hier vollkommen gereicht! Auch der Höhen-Regler erlaubt kein Transistor-Gewitter auf Anschlag, sondern addiert geschmackvoll angenehme Höhen, die stets natürlich klingen – fein!

Der ISF-Regler macht folgendes: Links (= amerianisch) werden die Mitten betonter, fokussierter und alles etwas tighter; rechts (= britisch) werden die Mitten ausgedünnter, die Höhen auf Milde Weise kratziger und der ganze Sound etwas dreckiger, aber auch leicht badewanniger; ich belasse den Regler in der Mitte, so daß ich auf diese Weise für mich das Beste beider Welten abrufen kann. Anders gesagt: Eine nette Dreingabe mit Praxiswert, aber ich hätte ihn wohl nicht gebraucht, den ISF-Regler.

Klanglich – na endlich! – tönt er in der Tat im Dirketvergleich mit RAT, Crunch Box und Okko Diablo am natürlichsten nach Röhrenamp. Dies wiederum bedeutet, daß die anderen härter “aufgehangen” klingen, was weder Vor- noch Nachteil, sondern schlicht anders ist. Es klingt eben “nasser”, echter, dreidimensionaler als durch ein Transen-Pedal!

Obertonaufkommen ist schön, aber nicht überdurchschnnittlich hoch, dafür liebt er es, mit einem Tube Screamer angekitzelt zu werden: Dann geht die Shredding-Sonne auf, 8tel wie 16teil kommen mit einer irrsinnigen Präzision und dennoch röhrig-fett, ein Traum! Auch die Obertöne springen plötzlich vom Griffbrett, daß es nur so zischt und blitzt: Perfekt!!!

Daher mag ich wie folgt resümieren: Röhrensound in a box, klassisch britische bis amerikanisierte Distortion, mit Tube Screamer (ein Muß!!!) die perfekte Waffe schlechthin; sehr beeindruckend und für mich ein klanglicher Quantensprung! Das erste Pedal, das wirklich nach Tube Amp tönt, und zwar amtlichst; so wurde aus meinem braven Fender Princeton eine Angriffswaffe, die bei Zimmerlautstärke einem Rectifier die Leviten lesen kann!!!

Tipp: Kaufen, kaufen, kaufen!!!